Evaluation "Von Aachen nach Zwickau" | ||||
| Titel | "Von Aachen nach Zwickau" | |||
| Autoren | Autoren: Marlies Happe, Roland Schmidt, Angelika Lindemann-Gödeking | ![]() | ||
| Allgemein | Mittlerweile geht auch die für das Ausland wichtige Mittlerorganisation für die kulturelle, gesellschaftliche und politische Kommunikation Deutschlands mit dem Ausland im Medienbereich INTER NATIONES dazu über, CD-ROM-Titel (wie die vom IIK produzierte "Geschäftssprache Deutsch") in sein Programm aufzunehmen bzw. seine attraktiven Text-, Dia-, Cassetten- und Folienproduktionen durch CD-ROM-Begleitmaterialien zu ergänzen. Im Auftrag von INTER NATIONES wurde z.B. unter Beteiligung von Mitarbeitern des IfM und der GIK (Dr. Gerhard Lechenauer, Ingetraut Tosch, Frank Felsmann) der Titel "Von Aachen bis Zwickau" multimedial aufbereitet, der damit aus drei Teilen besteht: 28 Interviews auf zwei Audiokassetten, ein darauf aufbauendes Übungsmaterial sowie die erwähnte CD-ROM. Die Interviews wurden 1992 mit Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren sowohl aus West- als auch aus Ostdeutschland gemacht. Im Anhang des in einer repräsentativen Heftmappe zusammengestellten Materials informiert eine geografische Übersicht über die Herkunft der interviewten Jugendlichen. | |||
| Zielgruppen | Ziel der Arbeit war es einerseits, ohne Anspruch auf Repräsentanz die Einstellung junger Leute aus ganz Deutschland zu interessanten Themen quasi in einer Momentaufnahme festzuhalten und wiederzugeben; andererseits sollten übergreifende landeskundliche Kenntnisse vermittelt werden, und schließlich sollte lebendiges, da authentisches und spontan zusstande gekommenes Hörmaterial für den fremdsprachlichen Deutschunterricht zur Verfügung gestellt werden, und zwar in typischer Jugendsprache mit teilweise regional geprägten Sprachfärbungen und kennzeichnenden Mitteln gesprochener Gegenwartssprache. | |||
| Lernniveau | Der Schwierigkeitsgrad der Hörtexte ist unterschiedlich. Dieser Tatsache wird im zugeordneten schriftlichen Übungsmaterial u.a. dadurch Rechnung getragen, daß hier die Interviews nach vier Schwierigkeitsstufen aufgestellt sind. Stufe 1 beispielsweise dürfte von Lernern nach ca. 300 Unterrichtseinheiten Deutsch verstanden werden. | |||
| Themen | Die Themen weisen eine große Vielfalt auf: Sport allgemein, Leistungssport, Hobbys, Computer, Schule vor und nach der Wende, der ideale Lehrer, Familie, Zukunft, Freundschaften, Essen, Wehr- und Zivildienst, Umweltschutz, Ausländer in Deutschland, Nationalsozialismus, Neonazis, besonders intensiv: Fall der Mauer und Wiedervereinigung Deutschlands. | |||
| Material | Das schriftliche Material enthält von grammatischen Unkorrektheiten
und eigenmächtigen Wortschöpfungen bereinigte Verschriftlichungen der Hörtexte,
vorentlastende Aufstellungen von Schlüsselwörtern, Fragen zur Person des bzw. der
Interviewten und dessen bzw. deren Foto, schließlich vielfältige inhaltlich-sprachliche
Übungen zur Auswahl für Lehrende und Lernende, explizite landeskundliche
Zusatzinformationen, am Ende des jeweiligen Kapitels die Aufgabenlösungen. Das Programm bietet eingangs eine Europakarte und einen geografischen Überblick über die Bundesrepublik, Video- und Tonimpressionen aus Berlin und die Vorstellung der Jugendlichen Astrid. Diese führt locker durch das Programm und gibt Hinweise zur Bedienung. Man kann
Letztere gestaltet sich einfach und lenkt nicht, wie in vielen anderen Produktionen dieser Art üblich, vom eigentlichen Gegenstand ab. |
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| Eignung | Die CD-ROM ist für das Selbstlernen, für Partnerarbeit, aber auch für Gruppenunterricht geeignet. Sie läuft auch unter Windows 95, bei einer Auflösung von 800x600 mit kleinen Schriftarten (System und Arial), sie ist selbststartend bzw. leicht zu installieren und benötigt wie die meisten Produktionen dieser Art Video für Windows. | |||
| Präsentation | Die CD-ROM ist ein professionell hergestelltes Lehrmittel mit einem Zusatznutzen zu den anderen Teilen, sie bereichert und ergänzt die beiden anderen Teile mit ihren spezifischen Mitteln in vielfältiger Weise, insbesondere durch schriftliche und Hör-Seh-Übungen bis hin zu Sprechübungen, die aufgezeichnet und wiedergegeben werden können. | |||
| Bewertung | Man arbeitet dabei mit Interviews, Annoncen, Vokabelnetzen, Fragebatterien, Kreuzworträtseln, Zauberkästen, Memories, interkulturellen Vergleichen, Bastelanleitungen, Puzzles, Rätseln, Statistiken, Musikpuzzles, Zuordnungs-, Multiple-Choice-, Einsetzungs-, Ordnungs-, Variations- und Vergleichsübungen. Die Übungen sind auf die Zielgruppe zugeschnitten, und es werden unaufdringliche, sanktionsfreie Bewertungen angeboten. Bei einer Überarbeitung wäre nach den heutigen Erfahrungen die Einbeziehung von Spracherkennungsroutinen und die Internetanbindung empfehlenswert. Effektiver insbesondere im Hinblick auf eine echte interkulturelle Sprachvermittlung wäre natürlich auch hier wie bei anderen Produktionen von INTER NATIONES eine Konzentration auf eine Ausgangssprache. |
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| evaluiert von | Gerhard Wazel, iik.ansbach.zentrale @t-online.de |
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