Presse-, Rundfunk- und Fernsehbeiträge | ||||
| Thüringer Landeszeitung 14.10.2011 | "Täglich mit 40 Nationen " Institut für Interkulturelle Kommunikation wird 20 - Schwerpunkt Integration Artikel |
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| Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien 28.09.2011 | "Mehrsprachige interkulturelle Geschäftskommunikation für Europa" Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 04.10.2011 | "Jena integrativ " Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 04.10.2011 | "Frieden hier und überall" Jenas multikulturelle Woche geht mit einer starken Botschaft zu Ende Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 01.10.2011 | "Zwischen zwei Kulturen" Die Ägypterin Eman Maslouh lebt seit 8 Jahren mit ihrer Familie in Jena Artikel |
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| Videocast PécsTV |
"EU-Projekt MIG-KOMM" gesendet im PécsTV am 20. April 2011 |
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| Thüringer Landeszeitung 19.09.2011 | "Wirkmächtige Moskauer Nächte" Heute Jena, früher Sowjetunion: Porträt-Schau eröffnet interkulturelle Woche Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 19.02.2011 | "Muttersprache schafft Identität " Tag der Muttersprache am 21. Februar: zur Förderung sprachlicher Vielfalt Artikel |
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| Ostthüringer Zeitung 16.10.2010 | "Kultur fürs bessere Verstehen" Integrationgruppe Jena mit Veranstaltungen - Deutschkurse gestartet Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 16.10.2010 | "Mit Kultur lassen sich viele Brücken bauen" Verein "MIG" kümmert sich in Jena um Integration Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 08.09.2010 | "La "deutsche" Vita in Jena " Italienische Schüler im Institut für Interkulturelle Kommunikation Artikel |
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| Thüringer Landeszeitung 07.09.2010 | "Deutsch-Kurs rappelvoll " Sarrazin und die "integrationsunwilligen" Einwanderer? - Umschau in Jena Artikel |
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| Thüringer Allgemeine 09.08.2010 | "Einen Blumenstrauß für die Lehrerin" |
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| Deutschlandfunk 17.11.2005 |
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| Deutschlandradio 14.01.2005 |
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| Deutschlandfunk 13.01.2005 |
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| Fränkische Landeszeitung 07.01.2001 | Slalom um die Fettnäpfe
Professor Gerhard Wazel lehrt Respekt vor fremden Kulturen. Ansbach (mb) - Wer von seinem japanischen Geschäftspartner eine Visitenkarte bekommt, sollte sie auf keinen Fall in die hintere Hosentasche stecken. Bei Verhandlungen mit Finnen ist die hohe Kunst des geduldigen Zuhörens gefragt, während in Spanien ausbleibende Einladungen in die Privatgemächer kein Zeichen der Abneigung sein müssen. Jede Kultur hat ihre eigenen Normen. Wer sie verletzt macht schlechte Geschäfte und schließt wenig Freundschaften, warnt Professor Dr. Dr. Gerhardt Wazel, Geschäftsführer des Instituts für Interkulturelle Kommunikation in Ansbach. Dort treffen sich alljährlich Menschen aus aller Welt, um fremde Sprachen und Gebräuche zu lernen. "Bis vor einem Jahr waren wir Missionare", seufzt Gerhard Wazel, "inzwischen wächst in vielen Firmen die Einsicht, dass die richtige Vorbereitung für Geschäfte mit ausländischen Partnern sehr wichtig ist." Nur so könne man vermeiden, beim Besuch von Kunden oder Lieferanten von einem Fettnapf in den nächsten zu springen. So kann es in asiatischen Ländern viel wichtiger als ein paar Prozentpunkte beim Preis sein, dass man die Visitenkarten nicht gleich bei der Begrüßung, sondern erst nach einiger Zeit, dafür mit umso größerer Ernsthaftigkeit austauscht und der Nehmende ihr symbolisch einem wichtigen Platz in seinen Taschen einräumt - möglichst nahe am Herzen, nicht am Hintern. Geschlossene AugenGeschenke werden, wenn möglich, mit beiden Händen überreicht und, im Gegensatz zu Deutschland, nie sofort geöffnet, um jede Reaktion von Enttäuschung zu vermeiden. Wer wem wann in die Augen schauen darf, hängt von der Hierarchie ab, weshalb so manches Gespräch zwar hellwach, aber mit fast geschlossenen Augen geführt wird. Kleine Gesten, große Wirkung - Wazel kennt aus persönlicher Erfahrung unendlich viele Beispiele. Der studierte Germanist und Anglist hat viele Jahre seines Lebens im Ausland verbracht, unter anderem in Sarajevo, Prag und im finnischen Tampere, und daraus ein dichtes Netz internationaler Beziehungen geflochten. 1999 gehörte er zu den Gründungsmitglieder des "Instituts für Interkulturelle Kommunikation" (IIK), einem Verein, der von Wissenschaftlern, Pädagogen und Sozialarbeitern aus Deutschland, Italien, Frankreich, Finnland, Spanien, der Slowakei und den USA getragen wird. Heute beschäftigt der Verein nach eigenen Angaben fast 100 festangestellte Dozenten, hunderte von freiberuflichen Kursleitern und hat Vertretungen an 20 Standorten in Berlin, Thüringen, Italien, Ungarn, Russland und der Schweiz. Sein Anliegen hat inzwischen durch die wachsende Globalisierung noch an Gewicht gewonnen. Gerade exportorientierte Betriebe haben erkannt, dass neben Vertrieb, Produktion und Verwaltung das Wissen um andere Mentalitäten und Sprachen entscheidend ist. "Mindestens 40 Prozent der Verhandlungen gehen schief, weil die Kundensprache nicht einmal im Ansatz beherrscht wird", schätzt Wazel. Alleine das sichtbare Bemühen, sich auf unsicheres Terrain zu begeben, um dem Gesprächspartner entgegenzukommen könne oft das Eis brechen. Der 61-Jährige, den nach der Wende verwandtschaftliche Beziehungen von Jena nach Ansbach lockten, leitet heute neben seiner wissenschaftlichen Arbeit und Seminaren im Ausland mit seinen Mitarbeitern Kurse in Ansbach, Rothenburg, Dinkelsbühl und im schwäbischen Oettingen. Mit Stadt und Landkreis Ansbach, dem Landkreis Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim und der Ansbacher Fachhochschule gibt es ebenso Kooperationen, wie mit staatlichen Austauschdiensten für Universitätsdozenten und Lehrer. Bei den Deutschkursen reicht die Breite des Angebots von Grundkursen für Aussiedler bis hin zur gezielten Weiterbildung von chinesischen, japanischen und amerikanischen Studenten und russischen Managern. Boom bei MultimediaNeben der Vermittlung Interkultureller Kompetenz ist die Multimedia-Weiterbildung ein zweiter Schwerpunkt. Der Boom in den Informations- und Telekommunikationsbereichen sorgt wie bei anderen Anbietern von Weiterbildungen auch beim IIK für volle Computersäle und Unterrichträume. Der Einsatz von Multimedia-Programmen für den Sprachunterricht schlägt dabei eine Brücke zwischen den beiden Schwerpunkten des Instituts. "Im Westmittelfranken gibt es gerade für neue Technologien eine größere Aufgeschlossenheit als in anderen Regionen", schätzt Professor Wazel. Die Standortnachteile, die man mit Hilfe des Internets überwinden will, sorgen dabei nicht nur für eine höhere Motivation, sondern auch für manches finanzielle Zubrot, den in strukturschwache Gebiete fließen leichter Fördergelder von Staat und Europäischer Union, als in reche Ballungsräume. Die Region zwischen Nürnberg und der Tauber hat für Gerhard Wazel aber noch viele weitere Vorteile, um das Deutschlandbild seiner Kursteilnehmer positiv zu beeinflussen. "Wir haben hier herrliche Landschaften und wunderbare historische Städte", schwärmt der 61-Jährige "Davon sind unsere Gäste immer wieder begeistert." |
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| Fränkische Landeszeitung 09.12.2000 | Bilanz nach einer Woche: "Mein Deutschlandbild ist viel positiver geworden"
Vorweihnachtliche Gemütlichkeit auf den Straßen fiel auf - Von der Freundlichkeit der Menschen überrascht Ansbach (mb) - Zwölf Pädagogen aus Belgien waren vor kurzem für eine Woche zur Fortbildung in Westmittelfranken. Für die Lehrerinnen und Lehrer standen neben der Arbeit am Ansbacher "Institut für Interkulturelle Kommunikation" Besuche auf dem Programm - unter anderen in Dinkelsbühl in der Hauptschule und beim Arbeitsamt - sowie Stadtführungen in Ansbach und Nürnberg. Wir wollten wissen, welche Eindrücke aus der Region sie mit nach Hause nahmen. Pascaline Outtier kennt, unter anderem von ihrer Studienzeit in Heidelberg, etliche Gegenden Deutschlands. "Jede Ecke hat ihre eigene Atmosphäre. Hier ist mir besonders die Gemütlichkeit aufgefallen." Die 32-Jährige, deren Mutter schon Deutschlehrerin war, arbeitet an einer Schule in Ieper, in der alle Jugendlichen ab der 10. Klasse Deutsch lernen. "Bei uns wird viel mehr von Lehrer unterrichtet. In Dinkelsbühl haben wir dagegen sehr viel Gruppenarbeit, Diskussionen und Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern gesehen. In die Schulgebäude wird viel Geld gesteckt. Deutschland gibt eben traditionell viel Geld für die Ausbildung aus. Wir haben uns auch gewundert, dass man in Ansbach noch eine nagelneue Fachhochschule gebaut hat." Unterm Strich hat ihr die Woche in Westmittelfranken großen Spaß gemacht. "Mein Deutschlandbild ist viel positiver geworden." Ghislaine De Yuyst aus Oostkamp war vor allem von der Freundlichkeit auf der Straße überrascht. "Unser Busfahrer hat nach einer Umleitung einmal nicht weitergewusst. Da hat gleich ein Mann nach unserem Ziel gefragt und ist vorangefahren, um uns den Weg zu weisen. Das würde in Belgien nicht passieren." Die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schülern war ihr neu. "In Belgien werden Schüler nur gehört, aber sie können nicht mitbestimmen, was an der Schule geschieht." Von den besuchten Städten war die 52-Jährige vor allem von Nürnberg begeistert. "Ich war das letzte Mal vor zehn Jahren dort. Es ist jetzt viel ruhiger, weil man die Autos aus dem Zentrum verbannt hat." Chris Decock hat gut gefallen, dass künftig in Bayern an der Hauptschule die Mittlere Reife abgelegt werden kann. "Das gibt es bei uns nicht." An seiner Schule im Waregem in Flandern verbringt er viel mehr Zeit als seine fränkischen Kollegen. "Wir haben bis auf Mittwoch jeden Nachmittag bis vier Uhr Unterricht." Interessant fand der 46-Jährige den Besuch beim Arbeitsamt. "Die Obergrenze für das Arbeitslosengeld hat uns sehr überrascht. Im Belgien gibt es viel weniger Geld, das allerdings viel länger." Neben den Ausflügen hat Chris Decock die Chance begrüßt, im Kurs Erfahrungen über den Medieneinsatz im Deutsch-Unterricht auszutauschen. "Das war ein echtes Win-Win-Verhältnis. Alle haben davon profitiert." "Die Menschen hier waren alle freundlich und nett zu uns", freute sich Marina Louagie aus Oostduinkerke am Ärmelkanal "Die Deutschen sind noch ein bisschen gemütlicher als wir. Der Bummel über den Nürnberger Christkindlesmark war märchenhaft, obwohl die Buden noch geschlossen waren. Bei uns ist die Weihnachtsatmosphäre auf den Straßen nicht so intensiv. Das ist eher in den Wohnungen zu spüren. Für die kleinen Kinder ist St. Nikolaus der wichtigere Festtag, an dem sie mehr Geschenke bekommen als an Weihnachten." Bei den Jugendlichen hat sie den Eindruck, das es viel mehr private Kontakte untereinander gibt. "Sie können sich alle am Nachmittag treffen und zusammen etwas unternehmen, weil sie früher von der Schule nach Hause kommen als in Belgien." Diesen Freiraum würde auch Marina Slegtinck begrüßen. "Die Jugendlichen haben hier am Nachmittag Zeit für Musikstunden oder Sport. Schade, dass dafür bei uns durch die längere Schule wenig Zeit bleibt." Die Überschaubarkeit in den fränkischen Kleinstädten wäre für die 44-Jährige aus Bonheiden reizvoller als ein Leben in der Großstadt. "Ich kenne München, dort hat man natürlich viel mehr Kulturangebote. Ansbach oder Dinkelsbühl sind viel kleiner aber auch gemühtlicher." Ebenso wie ihre Kollegen hatte sie keine Probleme mit dem fränkischen Dialekt. "Alle Leute, die ich getroffen habe, haben sich sehr bemüht, deutlich zu sprechen. Ich habe alles gut verstanden." |
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| Fränkische Landeszeitung 08.11.2000 | Multimedia-Kurs für Lehrer - Industriezeitalter wird durch ein Informationszeitalter abgelöst
Ansbach (wl) - Das als gemeinnützig anerkannte Institut für Interkulturelle Kommunikation (IIK) in Ansbach wurde bereits zum zweitem Mal vom Pädagogischen Austauschdienst der Kulturministerkonferenz beauftragt, belgische Lehrerinnen und Lehrer in einem Fortbildungskurs mit "Mutimedia" vertraut zu machen. Institutsleiter Professor Dr. Dr. Gerhard Wazel ist davon überzeugt, dass das Industriezeitalter durch ein Informations- und Kommunikationszeitalter in kürzester Zeit abgelöst werde. Dies führe zu bedeutenden strukturellen Veränderungen im Produktionsbereich und auf dem Arbeitsmarkt. Davon werden laut Professor Wazel Bildung, Erziehung und Unterhaltung sowie die gesellschaftlichen und menschlichen Beziehungen wesentlich beeinflusst werden. Bis zum Jahr 2000 schätzt er die Ausgaben für diese Technologien, die weitgehend von Rohstoffen unabhängig seien, weltweit auf 1,5 Billionen Mark. Diese werden nach den Angaben von Experten die Rentabilität der traditionellen Industrien übertreffen. Das Staatliche Schulamt Ansbach Stadt und Land nimmt sich auch dieser Problematik an, das vom 13. bis 15. November eine "Pädagogische Woche" zum Thema "Multimedia" anbietet. Im "Workshop Multimedia" des IIK werden die belgischen Sprach- und Informatiklehrer über Wesen und Bedeutung der neuen Kommunikations- und Informationstechnologien für Bildung und Beruf unterrichtet und dabei auf die gegebenen Chancen und Risiken aufmerksam gemacht. Gleichzeitig lernen sie in dem mit der neuesten Hard- und Software ausgestatteten Multimedia-Selbstlernzentrum des Instituts die aktuellen CD-ROM-Produktionen in Deutsch, Fremdsprachen, Natur und Technikwissenschaften, Musik und anderen Schulfächern sowie in Tourismus, Handel und Industrie kennen. Damit sind sie in der Lage, die wenigen guten Programme aus dem überbordenden Angebot auszuwählen und effektiv im Unterricht einzusetzen. Oft beherrschen Kinder und Jugendliche die Inhalte von "computergestützt, medienintegriert oder interaktiv" besser als Erwachsene. Deshalb hält es Professor Wazel für erforderlich, dass sich Lehrer mit den neuen Kommunikationsmedien befassen, um diese bei der Auswahl der Software für ihre PC beraten zu können. Die Gäste aus Belgien hospitieren in einer multimedial orientierten Unterrichtsstunde an der Hauptschule in Burgoberbach. Sie besuchen bayerische Multimediaverlage in München. Das IIK macht sie auch mit dem fränkischen Kulturleben vertraut. Nach den Worten des Institutsleiters sollte Multimedia nicht isoliert betrachtet, sondern stets im Zusammenhang mit der Telekommunikation und Datenfernübertragung gesehen werden. Eine großflächige informationstechnische Grundbildung hält er für die Voraussetzung zur Überwindung des gegenwärtigen anachronistischen informationstechnischen Analphabetismus. |
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| Fränkische Landeszeitung 18.09.2000 | Stadtwerke - Geld wird in Computer - Ausstattung der Schulen gesteckt
Ansbach - Die Informationstechnologie - Offensive der Stadt kommt voran: Für die Ausstattung von 283 Klassen mit Computern, Laptops, Projektionsgeräten und entsprechender Verkabelung stellt die Stadt heuer 1,4 Millionen Mark aus den Privatisierungserlösen des Stadtwerke - Teilverkaufs zur Verfügung. Für das kommende Jahr ist noch einmal eine Investition von einer Million vorgesehen. Auch die Schulung der Lehrkräfte wird organisiert: Am 19. Oktober beginnt der erste von insgesamt elf Kursen, für die sich bisher 100 Lehrer freiwillig gemeldet haben. "Die Qualifizierung der jungen Leute in der Informationstechnologie wird in Zukunft zum maßgeblichen Standortfaktor einer Region", erklärte Oberbürgermeister Ralf Felber in der jüngsten Sitzung des Haupt - und Finanzausschusses. "Wir wollen, dass unsere Kinder in diesem Bereich fit sind", betonte er. Darum hatte er sich die IT - Offensive bereits im Frühjahr zu einem "persönlichen Anliegen" gemacht. Seinerzeit waren alle Ansbacher Schulen, für die die Stadt die "Sachaufwendungen" bezahlen muss, angeschrieben und um eigene Konzepte gebeten worden, wie sie ihre Klassen individuell mit Informationstechnologie ausstatten möchten. Welche Ausstattung sinnvoll sei, könnte je nach Altersstufe und Schulart unterschiedlich sein, meinte Felber. Kurz vor den Sommerferien waren die Wünsche der Schulen in einer Gesamtkonferenz vorgetragen worden: "Die einen wollen spezielle Computerräume einrichten", zählte der OB auf, "die anderen wollen jeweils zwei Computer mit Internetzugang in jedem Klassenzimmer". Wieder andere möchten bestimmte Computer - Ecken einrichten, die für mehrere Klassen zugänglich sind - oder ganz auf feste Computerplätze verzichten und variable Laptops anschaffen. Der Freistaat hat ein Förderprogramm aufgelegt, das bis zu 35 Prozent der Kosten bezuschusst. Da der Bewilligungszeitraum bereits am 31.12. endet, müssten die Beschaffungen für insgesamt 283 Vollzeitklassen möglichst schnell ausgeschrieben und vergeben werden. Dafür gab der Haupt - und Finanzausschuss nun grünes Licht. 12500 Mark der Gesamtkosten von 14, Millionen könnten auf diese Weise hereinkommen. "Herzlich wenig", meinte dazu der OB. Angetan zeigte sich Felber hingegen von der Motivation der Lehrkräfte, sich auf diesem Feld weiter zu bilden . Auf die Initiative der Stadt hin - "obwohl das eigentlich Sache des Staates wäre" - werden von diesem Herbst an insgesamt elf Kurse an der Fachhochschule und dem Institut für Interkulturelle Kommunikation angeboten, darunter "Windows - Grundlagen", die "Erstellung von Web - Seiten" oder die "Bildbearbeitung- mit Scannen". Dafür hätten sich schon 100 Lehrer freiwillig gemeldet, drei Viertel von ihnen waren auch bereit, von den Kosten zehn Mark Eigenbeteiligung pro Doppelstunde zu übernehmen. |
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| Berliner Morgenpost 8.9.1997 | Wirtschaftsdeutsch für Ausländer
In einem Intensivkurs lernen Irina aus Polen und Maria aus Kroatien in Hohenschönhausen deutsch. Nicht deutsch schlechthin, das können sie schon bestens - wie Irina, die in Leipzig Germanistik studiert hat, sondern Wirtschaftsdeutsch. Nach 14 Tagen theoretischer und praktischer Schulung stellen die 21 Kursanten zehn Projekte vor. Irina und Maria beschäftigten sich dabei mit der Werbung in Berlin und dem Stellenmarkt der Berliner Morgenpost. "Ziel der Projektarbeit war es, den Teilnehmern das Wirtschaftsdeutsch, das vielfältig vermittelt wurde, in der Praxis handhabbar und vor allem auch erlebbar anwenden zu lassen", so Dr. Renate Zschärlich. Sie betreut die Kursanten gemeinsam mit weiteren 19 Honorar-Dozenten vom Institut für Interkulturelle Kommunikation (IIK). Seit seiner Gründung 1992 hat es etwa 250 Deutschlehrer aus Schweden, Italien, Belgien sowie osteuropäischen Ländern ausgebildet. Es sind vor allem Deutschlehrer, die sich mit der Gegenwartssprache vertraut machen, um besser mit den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland umgehen zu können. Außerdem werden jährlich 800 Russlanddeutsche nicht nur sprachlich, sondern auch sozial und kulturell betreut. "Diese Lebenshilfe leistet das IIK zusätzlich zur sechsmonatigen Sprachausbildung", betont Dr. Zschärlich. Insgesamt haben bisher gut 3000 Seminaristen die Lern- und Lebenshilfe des IIK in Anspruch genommen. Jüngstes "Kind" am Institut: ein Multimedia- Kurs für Deutschlehrer aus ganz Europa. Die finanziellen Mittel für die Ausbildung der Lehrer bzw. Aussiedler kommen von der EU wie auch vom Bund bzw. Land, aber auch von den Arbeitsämtern sowie von Firmen, die später die Aussiedler zu beschäftigen gedenken." |
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| Berliner Morgenpost 05.03.1997 | Erster Computer - Klick in den Osterferien
Lichtenberg. "Computer können sehr viel mehr als nur Spiel-Glotze sein." Unter diesem Motto betreibt das Institut für Interkulturelle Kommunikation e.V. (IIK) in der Herzbergstraße 87-99 seine "apc-computer-schule". Für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter gibt es in den Osterferien Computer- Workshops. Die Fünf- bis Zwölfjährigen können unter vier Themen wählen: eine allgemeine Einführung, Design, kreatives Schreiben und Surfen im Internet. Die Kurse dauern fünf Tage, in der Woche vor Ostern nur vier. Sie finden jeweils von 10 bis 13 Uhr, beziehungsweise von 9.30 bis 13.15 Uhr statt. Kostenpunkt inklusive Mittagessen 180 Mark. Um Anmeldung wird ab sofort unter Telefon 55397070 gebeten |
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