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Multimedia-Kurs für Lehrer - Industriezeitalter wird durch ein Informationszeitalter abgelöst

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Ansbach (wl) - Das als gemeinnützig anerkannte Institut für Interkulturelle Kommunikation (IIK) in Ansbach wurde bereits zum zweitem Mal vom Pädagogischen Austauschdienst der Kulturministerkonferenz beauftragt, belgische Lehrerinnen und Lehrer in einem Fortbildungskurs mit "Mutimedia" vertraut zu machen. Institutsleiter Professor Dr. Dr. Gerhard Wazel ist davon überzeugt, dass das Industriezeitalter durch ein Informations- und Kommunikationszeitalter in kürzester Zeit abgelöst werde. Dies führe zu bedeutenden strukturellen Veränderungen im Produktionsbereich und auf dem Arbeitsmarkt. Davon werden laut Professor Wazel Bildung, Erziehung und Unterhaltung sowie die gesellschaftlichen und menschlichen Beziehungen wesentlich beeinflusst werden. Bis zum Jahr 2000 schätzt er die Ausgaben für diese Technologien, die weitgehend von Rohstoffen unabhängig seien, weltweit auf 1,5 Billionen Mark. Diese werden nach den Angaben von Experten die Rentabilität der traditionellen Industrien übertreffen. Das Staatliche Schulamt Ansbach Stadt und Land nimmt sich auch dieser Problematik an, das vom 13. bis 15. November eine "Pädagogische Woche" zum Thema "Multimedia" anbietet. Im "Workshop Multimedia" des IIK werden die belgischen Sprach- und Informatiklehrer über Wesen und Bedeutung der neuen Kommunikations- und Informationstechnologien für Bildung und Beruf unterrichtet und dabei auf die gegebenen Chancen und Risiken aufmerksam gemacht. Gleichzeitig lernen sie in dem mit der neuesten Hard- und Software ausgestatteten Multimedia-Selbstlernzentrum des Instituts die aktuellen CD-ROM-Produktionen in Deutsch, Fremdsprachen, Natur und Technikwissenschaften, Musik und anderen Schulfächern sowie in Tourismus, Handel und Industrie kennen. Damit sind sie in der Lage, die wenigen guten Programme aus dem überbordenden Angebot auszuwählen und effektiv im Unterricht einzusetzen. Oft beherrschen Kinder und Jugendliche die Inhalte von "computergestützt, medienintegriert oder interaktiv" besser als Erwachsene. Deshalb hält es Professor Wazel für erforderlich, dass sich Lehrer mit den neuen Kommunikationsmedien befassen, um diese bei der Auswahl der Software für ihre PC beraten zu können. Die Gäste aus Belgien hospitieren in einer multimedial orientierten Unterrichtsstunde an der Hauptschule in Burgoberbach. Sie besuchen bayerische Multimediaverlage in München. Das IIK macht sie auch mit dem fränkischen Kulturleben vertraut. Nach den Worten des Institutsleiters sollte Multimedia nicht isoliert betrachtet, sondern stets im Zusammenhang mit der Telekommunikation und Datenfernübertragung gesehen werden. Eine großflächige informationstechnische Grundbildung hält er für die Voraussetzung zur Überwindung des gegenwärtigen anachronistischen informationstechnischen Analphabetismus.

Datum: 
08.11.2000
Erschienen in: 
Fränkische Landeszeitung

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